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Die WTH GmbH in Stade ist 25 Jahre alt (05)

WTH bildet regelmäßig junge Menschen aus:

„Nachwuchs“ ist bei WTH willkommen

(mud) – Seit 2008 bildet die WTH GmbH in Stade junge Menschen zu Groß- und Außenhandelskaufleuten aus. Das ist dem Unternehmenschef Walter Thieme ein persönliches Anliegen. Das betont er in seiner Rückschau auf die 25. Jahre währende Firmengeschichte. Dass die bisher sieben Auszubildende dabei meistens mit glänzenden Abschlüssen überzeugten, freut ihn am meisten. Thieme: „Aktuell absolvierte jetzt Klaudia Sawicka (im Bild) mit einer Gesamtnote von 2 die Abschlussprüfung“.

Klaudia Sawicka ist in Polen geboren. Erst vor acht Jahren ist sie nach Deutschland gekommen. Zielstrebig lernte sie ab der 8. Klasse Realschule die deutsche Sprache. Bald stand für sie fest, dass sie einen kaufmännischen Beruf erlernen wollte.

Ab dem 1.8.2014 begann ihre Ausbildung bei WTH.  Ihre größte Sorge am Anfang: „Mir war es wichtig, dass ich als Auszubildende nicht vorwiegend mit Aufgaben wie Kaffeekochen beauftragt werden würde.“ Über diese Sorge kann sie heute nur noch schmunzeln. Denn ziemlich schnell konnte sie sich in die Arbeitsabläufe einbringen. In der ersten Zeit habe sie zwar noch ein bisschen Furcht vor Anrufen gehabt, in denen Dialekte gesprochen wurden. Aber auch damit fand sie sich schnell zurecht.

Jetzt ist Klaudia Sawicka WTH-Angestellte. In ihrer Rückschau auf die dreijährige Lehre sagt sie, dass sich alles in ihrem Sinne entwickelt habe. Wenn sie noch einmal vor der Entscheidung stünde, würde sie alles wieder genauso machen. - Polnisch sprechen zu können, das hat für sie auch berufliche Vorteile. Denn für das WTH-Engagement in Polen ist immer wieder mal muttersprachliche Unterstützung hilfreich.

Was der früheren Auszubildenden wichtig war, ist für Firmenchef  Walter Thieme stets ein Prinzip: Er legt großen Wert darauf, dass seine Auszubildenden möglichst früh in die Abläufe des Unternehmens eingebunden werden: „Bei uns arbeiten die Auszubildenden von Anfang an in der Verkaufsverwaltung. Das beinhaltet aufgrund unserer Größe und Struktur Kontakt sowohl mit Kunden als auch mit Lieferanten im In- und Ausland, Kalkulation, Logistik, Lagerdisposition, Produktdokumentation, Import-/Exportdokumentation und spezifisches Produkt- und anwendungswissen, je nach Ausprägung des konkreten Sachgebiets“.

Anfangs werde vielleicht manchem etwas ‚schwindelig‘ im Kopf („Das lerne ich nie...“) aber nach sechs oder zwölf Monaten werden die Strukturen klarer und verständlicher und mit dem Verstehen der „größeren Zusammenhänge“ und der Logik von Produkt und Geschäft kommt auch mehr und mehr Spaß beim Arbeiten auf.

„Besonders erwähnenswert ist bei uns die Internationalität“, sagt Thieme. „Hier ist eine gewisse interkulturelle Kompetenz und Toleranz erforderlich. Wir sind oft in einer ‚Sandwichposition‘ zwischen den Interessen unserer Lieferanten (Hersteller) und der Kunden, nämlich einerseits Geld zu verdienen und andererseits Kunden und Lieferanten zufrieden zu stellen. Oftmals führt das zu einem Gefühl, zwischen Baum und Borke gerutscht zu sein“. Aber das mache die Arbeit bei WTH auch sehr abwechslungsreich und spannend…

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die produktspezifischen Schwerpunkte der umfassenden Ausbildung hängen vom Geschäftsgegenstand des Ausbildungsbetriebes ab. Groß- und Außenhandelskaufleute gibt es in fast allen kaufmännischen Branchen. Sie können Metalle, Chemikalien, Diamanten, Benzin, Torf, Saatgut aber auch Investitionsgüter wie Maschinen handeln oder zum Geschäftsgegenstand haben. Der Betrieb bestimmt die ‚Spezialisierung‘.

Angehörige dieses Berufsstandes können sowohl in Verwaltung als auch Vertrieb oder Vertriebsunterstützend je nach Persönlichkeit und Fähigkeiten eingesetzt werden. Insofern findet die Spezialisierung erst nach der Ausbildung statt, wenn man sich seine wirklichen ‚Leidenschaften‘ klar geworden ist (Buchhaltung oder Verkauf!) und was der Betrieb so bieten kann.

Walter Thieme: „Übrigens, unser nächster Auszubildende kommt in Kürze, dessen Muttersprache portugiesisch ist.“